Meine Ausbildung zum Tauchlehrer
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Es
war einmal
.....
am 2. Februar um 17.20h Ortszeit als ich am Phuket International Airport aus
dem Flugzeug stieg und endlich nach gut 15 Stunden Reisezeit, 2mal Umsteigen
und 6 Stunden Zeitverschiebung am Ziel meiner Reise ankam.
Aus dem Flughafengebäude draußen wurde ich gleich mal von der gut 30°C warmen und etwas feuchten tropischen Luft in empfang genommen, was nach dem ziemlich frisch temperierten Flughafen doch eine starke Umstellung ist. Nach einem kurzem Telefonat mit dem Handy wurde ich dann prompt von Michael mit dem schönen Geschäftswagen der Tauchschule abgeholt und war ca. 15min später in der Tauchbasis in Nai Thon.
Dort angekommen wurde ich dann auch gleich von Rainer und Jens herzlichst wilkommen geheißen und bekam auch gleich die erste wichtige Regel für Thailand mitgeteilt: wenn man ein Haus betritt zieht man die Schuhe vor der Türe aus! (falls nicht kostet das in der Tauchbasis einen Bananensplit - was später der eine oder andere doch des öfteren feststellen mußte). Da ich nach der langen Reise und der Klimaumstellung (von 2°C in Stuttgart über -2°C und Schnee in Zürich zu 30°C in Phuket) doch recht geschaft war, war ich sehr froh als mir Jens dann mein "hübsches kleines Reich" zeigte in dem ich für die nächsten 3 Monate wohnen würde. Klar es war nicht das Hotel Hilton hatte dafür aber alles was man brauchte und war kostenlos. So verbrachte ich also dann meine erste Nacht in Thailand und freute mich schon auf die Dinge die nun noch auf mich zukommen würden....
Die nächsten Tage verbrachte ich
damit alle möglichen organisatorischen Dinge zu erledigen. Dazu gehörte
unter anderem das anmieten eines Mopeds (Dank Rainers Putzfrau war das sehr
schnell und einfach gelöst!),
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etwas die nähere Umgebung anschauen und mit
Jens auf Einkaufstour gehen um mir eine gute Tauchausrüstung zuzulegen
(das ganze began um 11h und endete irgendwann um 03h in der Nacht nach viel
Essen, ein paar netten Getränken uvm.).
Und nun war die Zeit gekommen das es mit dem Ernst des Lebens losging und meine Ausbildung began. Hierzu ging ich am Anfang bei den täglichen Tauchgängen (2-3 am Tag) immer als "Supervision" am Ende der Gruppe mit um einfach Erfahrung zu sammeln und den Leuten über die Schulter zu schauen die es können. Sinn und Zweck war es dabei einfach die Tauchplätze mit ihren Besonderheiten kennenzulernen und zu lernen wie man eine Gruppe führt. Was sich oft als schwerer erweist als man so denkt...! Nebenbei mußte ich dann an der verschiedenen Kursen teilnehmen, wenn gerade welche stattfanden, um mich entsprechend weiterzubilden. So wurde ich dann schließlich im Laufe der Zeit vom CMAS* + PADI AOWD zum CMAS*** + PADI Divemaster ausgebildet. Das ganze machte dank der guten Lehrer die ich hatte immer sehr viel Spaß und ich lernte dabei wirklich viele nützliche Dinge.
Zu meiner großen Überraschung und Freude fragte mich Ende Februar Rainer eines Abends ob ich Lust hätte nächste Woche mal was anderes zu machen?!?!? Ich antwortete mit JA und darauf sagten mir Rainer und Jens grinsend das ich dann morgen für 10 Tage auf eine Tauchsafari in Burma gehen werde!!! WOW!!! Ich war begeistert. Diese 10 Tage gehörten wohl mit zu den tollsten Dingen die ich in meinem Leben gemacht habe. Es war aber nicht nur purer Spaß sondern auch recht anstrengend, da ich im Prinzip als persönlicher Diveguide für eine etwas ältere Dame abgestellt wurde die die Reise gebucht hatte aber nicht wirklich eine gute Taucherin war. Also bestand meine Tagesaufgabe darin Sie jeden Tag bis zu 4mal sicher ins und auch wieder aus dem Wasser zu bringen. Ich kann nur eins sagen: es war nicht immer leicht aber ich lernte dabei wohl sehr sehr viel für meinen Beruf als Tauchlehrer!
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Zurück von der Tauchsafari wurde ich dann von Nai Thon nach Nai Yang versetzt um dort Erfahrung im Ausbilden von neuen Tauchern zu sammeln. In dieser Zeit arbeitete ich jetzt dann mehr mit Micha und Denis zusammen, da Sie für die Ausbildung als Assistent Instructor zuständig waren. Auch konnte ich recht viel von Babsi und Oliver abschauen, die schon am Ende ihrer Ausbildung waren und in den nächsten Wochen ihre Tauchlehrer Prüfung machen würden. So kam es also das Bruno (Belgier; ist 4 Tage vor mir angekommen und macht mit mir den TL) und ich fast jeden Tage bei irgendeinem Kurs dabei waren und uns fleißig Notizen machten, das es hier sehr sehr viel zu lernen gab. So ganz nebenbei wurde uns dann auch gesagt das wir bis Mitte April unser Referat für die Tauchlehrer Prüfung fertig haben müssen (4 Themen, insgesamt so ca. 60Seiten)! Damit waren die Abende dann eigentlich auch schon belegt. Aber nur eigentlich, da wir uns meistens Abends alle in der Pool-Bar direkt am Strand in Nai Yang getroffen haben und hier zusammen (Babsi,Oliver,Bruno, ich und Kunden) das einen oder andere Deko-Bierchen getrunken haben. Irgendwann kam dann schließlich der Tag an dem Micha zu mir sagte, das ich morgen meinen ersten eigenen Kurs geben werde! Aufregung! Panik! - Ahh...was tun..nochmal gründlich alles vorbereiten...Bücher lesen...alles 100% machen!!!!
Und da war er - der Tag an dem ich meinen ersten Kurse gebe! Nach der üblichen anfänglichen Anspannung hat das ganze super und ohne nennenswerte Probleme geklappt. Auch Oliver der dabei war um aufzupassen das ich alles richtig mache, hatte danach nicht viel in seiner Manöverkritik zu bemängeln. Die meisten Sachen die er mir sagte waren einfach organisatorischer Natur und Erfahrungswerte die ich einfach noch nicht hatte aber von nun an selber sammelm konnte. Als der Kurs dann nach 3 Tagen vorbei war, fühlte ich mich richtig stolz nun 2 Leute zu richtigen Tauchern ausgebildet zu haben. Das ganze entwickelte sich dann von nun an zum alltäglichen Tagesgeschäft: Tauchgänge selbständig führen und Kurse geben mit Theorie und Praxis ! Die Zeit verging dabei wie im Flug und es wurde schneller als Bruno und mir lieb war Anfang April wodurch unsere Prüfung zum Tauchlehrer rückte immer näher rückte.
Die letzten zwei Wochen vor der Prüfung verbrachten wir im fliegenden Wechsel mal in Nai Yang mal in Nai Thon um immer wieder mal von einem der vier Chefs letzte Tips und Tricks zu bekommen. Auch wurde die Zeit für das Referat langsam knapp und zu allem Überfluß mußten wir dann auch noch einige male ein Kurzreferat vor den Kritischen Augen von Rainer und Jens vortragen. Klar es nervte uns aber mit der Zeit wurden wir darin immer besser und waren für unsere Prüfung schließlich bestens gerüstet und auch wirklich gut ausgebildet.
Da wir das Glück hatten und die Prüfung von Oliver und Babsi mitzuerleben, hatten wir schon eine grobe Vorahnung was uns erwarten würde:
Und dann war es soweit - der 15. April war gekommen - unsere TL Prüfung hat begonnen.....
Was wir nun alles genau machen mußten werde ich für mich behalten (ich möchte den Leuten die es auch machen wollen nicht die Freude daran verderben! Grins!) aber es sei nur soviel gesagt: Streß, Anstrengend aber fair! Aber genau das ist ja auch richtig, da man hier ja keine Ausbildung als normaler Taucher macht! Sondern danach ja auch Verantwortung für andere Leute übernimmt und diese richtig und sicher Ausbilden soll.
Lange Rede kurzer Sinn: nach 5 Tagen Prüfungsstreß
war es geschaft! Wir haben alle drei (Bruno, Sven und ich) die Prüfung
bestanden und waren nun alle stolze und frischgebackene IDA-CMAS TL*
Das soetwas gebührend gefeiert werden muß ist ja wohl selbstreden und ich kann nur eins sagen: wir haben gefeiert!!!
Nun ist auch mal an der Zeit allen Leuten zu danken die an der ganzen Sache beteiligt waren:
So das wars dann...fast:
Die letzten Tage in Thailand verbrachten wir dann mit entspannen und etwas Urlaub. Wir sind 4 Tagen nach Koh PeePee gefahren und haben die restlichen Zeit faul in Nai Yang verbracht. Und am 5.Mai war es dann soweit: ich mußte wieder heim nach Deutschland. Es war nicht einfach nach 3 Monaten zu gehen. Ich hatte dort viele nette Leute und Freunde gefunden die man nur ungern verlassen wollte, aber es ging nicht anderst! Und so bin ich dann um 19.45h in Phuket schweren Herzens wieder in das Flugzeug gestiegen und zurück nach Deutschland geflogen....aber ich will wieder dort hin zurück! Sobald ich das Geld dafür habe!
in diesem Sinne Tschau und immer Gut Luft
Alexander Lehmann
IDA TL 0801