Burma Tour 2004
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Als ich in diesem Jahr endlich wieder das Geld dafür hatte nach Thailand in den Urlaub zu fliegen, war mir klar das ich nocheinmal auf eine Tauchsafari nach Burma gehen muß. Also gesagt-getan...einige eMails mit Rüdi und es war ein passender Termin gefunden. Da nun klar war, das ich spätestens am 2. November gegen 12h in Phuket am Airport sein musste, blieben mir nicht mehr all zu viele Möglichkeiten für einen passenden Flug. Nach etwas längerer Suche in einem netten Reisebüro hab ich dann doch noch was passendes gefunden, auch wenn es preislich etwas über dem lag, was ich für den Flug ausgeben wollte.
Und so kam es dann endlich das ich am 1.November gegen 18h in München gestartet bin und gut 10 Stunden später voller Freude die schöne warme thailändische Luft schnuppern durfte.
Am Airport wurde ich bereits von Rüdi mit seinem Pickup erwartet, da die anderen Gäste schon mit dem Minibus vorausgefahren sind. Als Neuerung teilte mir Rüdi mit, das sie seit dieser Saison mit ihrem Boot direkt in Ranong liegen und von dort aus dann direkt in Burma einchecken können. Nach 4h Fahrt sind wir dann endlich am "Andaman Peer" in Ranong angekommen wo neben einigen Fischerbooten auch die SaiMai gut erreichbar am Pier lag. Nachdem wir an Bord dann den üblichen Papierkrieg erledigt hatten, ging es auch schon los. Wir nahmen direkten Kurs auf "Victory Point" in Burma um dort ganz offiziel nach Burma einzureisen. Die ganzen Hafenformalitäten liefen super schnell und ohne Probleme ab, wodurch wir schon nach gut 30min wieder aus dem Hafen raus waren und auf dem Weg zum ersten Tauchplatz des nächsten Tages.
Nach der ersten Nach auf dem Boot waren dann am Morgen alle ganz wild darauf endlich ins Wasser zu kommen und das zu tun warum wir hier waren: TAUCHEN !!!!
Gesagt getan - so machten wir unseren ersten Tauchgang der Tour bei SharkCave. Was mit Sicherheit einer der Top Plätze der Tour ist und somit ein würdiger Anfang für eine super Tour. Wir wurden bei den 3 TG die wir hier machten auch mit einer reichen Fischwelt belohnt (Ammenhai, großer Rochen, Sepias, Seepferdchen,...).
In den folgenden 3 Tagen tauchten wir uns durch das Mergui Archipel nach Norden. Dabei hatten wir Tauchplätze wie "Black Rock", "Littel Torres", "Tower Rock Pinnacle", "Gorgonia" und unseren "Manta Point". Dabei wurden wir mit vielen schönen und auch teilweise auch Tauchgänge der etwas anderen Art belohnt. So stellten wir fest das man auch am Tag fast einen Nachttauchgang auf 37m bei 3m Sicht in einem Gorgonien-Wald machen kann, Mantas meistens aus dem Nichts auftauchen, es wirklich gut genährte Seeschlangen gibt und die Strömung egal wo man reinspringt meistens von vorne kommt! Aber da wir auf dem Boot fast alle Tauchlehrer waren oder Taucher mit viel Erfahrung hatten wir bei allen TGs viel Spaß und haben deshalb auch öfters mal Plätze ausprobiert von denen Alex selber nicht genau wußte was uns erwartet. Am 6. November erreichten wir dann den nördlichsten Punkt unserer Reise "West Canister" (auf schwäbisch "Wäscht Kanischder") - wir waren nun gut 320km Luftlinie von unserem Heimathafen Ranong entfernt.
Aufgrund der guten Wetterlage entschlossen wir uns den gleichen Rückweg zu nehmen und dann am 7. November nach dem Nachmittagstauchgang bei Black Rock Kurs auf die "Burma Banks" zu nehmen. Dank unseres super Kaptains und seines GPS-Systems waren wir dann am Morgen des 8. November auf der "Heckford Bank"; nun waren wir gut 160km vom Festland entfernt auf dem offenen Meer und es war ringsherum nicht zu sehen außer Wasser, Wellen und ein paar Wolken. Die Tauchgänge auf den Banks unterscheiden sich dann doch sehr vom Rest der Tour und sind meiner Meinung nach das "Hai"-Light der Tour. Hier gibt es fast immer Sichtweiten um die 30m, blaues Wasser, Strömung und Großfisch!!! So hatten wir gleich beim ersten Tauchgang Ammenhaie. Die nächsten Tauchgänge machten wir dann auf der "Roe Bank" und auf der "Silvertip Bank" wobei uns leztere in Staunen versetzte. Der TG begann unspecktakulär mit einem großen Zackenbarsch den wir liebevoll "Kudu den Killerkarpfen" nannten. Doch dann waren sie plötzlich da: Silberspitzen-Hai, Weißspitzen-Hai und sogar noch ein Bullenhai! WOW!!! Sie umkreisten uns neugierig und verschwanden dann wieder im blau des Ozeans.
Wobei die grauen Riffhai meistens den ganzen Tauchgang irgendwo am Rand des Sichtfeldes unterwegs waren. Auf bekamen wir einige riesen Fischschwärem zu sehen und auch die eine oder andere "fette" Makrele oder ein großer Thunfisch waren mit von der Partie. Da wir auf den Banks keine Nachttauchgänge machten (verständlicher Weise), beschäftigten wir uns ab 17h dann mit den Biervorräten und Backgammon. Auf nutzten wir den Abend dazu unsere Fischvorräte in der Küche mit etwas fangfrischen Fisch zu bereichern. Was uns auch recht erfolgreich gelang!
Am nächsten Tag machten wir dann auch mal wieder einen "Exploration Dive"-wir wollten an der Heckford Bank einen neuen Tauchplatz finden. Naja es war zwar ein Tauchplatz aber die Riffkante auf 50m konnten wir nicht finden. So machten wir halt von 45m aus aufwärts einen Driftdive über weite weite Sandflächen. Wobei wir das alle konsequent bis zur letzen Minuten durchgezogen haben. So war das Highlight des TGs dann eine kleine Gruppe Felsen im Sand die von gut 50 jungen Drückerfischen bewohnt war! Egal es hat spaß gemacht!
An den nächsten 3 Tagen mußte ich leider wegen einer recht böswilligen Ohrenentzündung die auch echt schmerzhaft war auf das tauchen verzichten. Während die anderen an Plätzen wie "North Twin", "South Twin", "Stewart Island" und "Dai Rock" tauchten vergnügte ich mich mit Antibiotika und Schermitteln.
Ich weiß wirklich nicht mehr was schlimmer war: die Ohrenscherzen oder zuzusehen wie die anderen tauchten!!!! Dafür waren die Taucher dann neidisch wenn sie sahen das ich ein schönes kühles Bier in der Hand hatte und sie konnten nur sagen "Na warte, noch ein TG dann dürfen wir auch was trinken!".
Aber am letzen Tag war ich dann gottseidank wieder soweit fit das ich wieder tauchen konnte. So konnte ich dann gleich 2 schöne TG am "Western Rocky" machen (jede Menge Schwarmfisch, Barrakudas, Whitetip-Shark) und bekam auch einige schöne Motive vor das Makro: Ghostpipe-Fish, Nacktschnecken.
Beim vorletzten TG am "North Rock" bekam ich die wohl größte Menge an Glasfischen zu sehenn die ich je gesehen habe. Das komplette Riff war von oben bis unten voll mit Glasfischen so das wir ausgiebig das "Schwarmverhalten von Glasfischen in Gruppen mit mehr als 1 Mio. Tiere" beobachten konnten . Coo!
Auf dem weg zum letzen Ankerplatz der Tour liefen wir ein Insel an die bis zum Begin dieser Saison noch als Militärgebiet gesperrt war. Es war eine Traumhafe Bucht mit nettem Stand den wir dann doch gleich mal mit dem Dinki erkundeten. Zu unseren Überraschung gab es sogar einen kleinen Bach mit Süßwasser der dort ins Meer floß. Aber der für mich persönlich schönste TG war der letzte Nacht-TG den wir hier in der Bucht machten. Wir hatten relativ gute Sicht, fast keine Strömung und viel Fisch. Aber das Highlight waren dann doch die 2 Spanischen Tänzerinnen und der "JUVELINE FLEDERMAUSFISCH"! Wobei sogar Alex nach dem Tauchgang sagte das er zum ersten mal einen jungen Fledermausfisch gesehen hat und das bei seinen über 4000TG.
Und so kam es das dieser TG mit 46min der längste Nacht-TG wurde den ich mit Alex je gemacht habe.
Am nächsten Morgen machten wir uns dann nach dem Frühstück auf den Rückweg nach Victory Point um wieder aus Burma auszureisen und unsere Pässe zurück zu bekommen.
Das alles funktioniert reibungslos und so standen wir dann gegen 11h wieder alle auf dem Pier in Ranong und stellten fest das das Pier nach 12 Tagen auf dem Boot doch sehr stark schwankt obwohl man still steht. Nachdem das Gepäck verladen und wir uns von Alex, Nong und seiner Crew verabschiedet haben, ging es dann mit dem Minibus in 4h zurück nach Phuket, wo ich direkt in NaiYang bei der Tauchschule der Aquadivers ausstieg und dort dann den 2. Teil meines Urlaubs begann.
FAZIT: Wie immer eine super Tauchsafari mit Alex,Nong, einer prima Crew und einem spitzen Boot. Danke.